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Dienstag, 15. Januar 2013

Key Largo, Florida Keys

Ich habe noch so viel von meiner inzwischen Vorletzten Reise nach Florida zu erzählen. Ende November 2012 war ich mal wieder im Süden Floridas und habe zwei Tage davon auf Key Largo verbracht. Die ersten Fotos dieser Reise habe ich schon im Eintrag Ein grüner Iguana gezeigt. Hier kommt nun also der zweite Teil. Ich weiß gar nicht womit ich anfangen soll. Ich habe so viele traumhafte Bilder. Hier in Galveston ist es jetzt auch kalt und grau. Da ist der Kontrast zu den Key Largo Fotos besonders extrem. Im Sommer ist der Unterschied zu Galveston gar nicht so groß, so heißen: eigentlich ist es hier auch ganz nett aber nach wie vor fehlt das türkiesblaue klare Wasser. Das habe ich auf und um Key Largo reichlich genossen. Eigentlich wollte ich ja meine erste Taucherfahrung machen, aber da kam leider keine größere Gruppe zusammen und wenn ich den Lehrer nur für mich allein gebucht hätte, wäre das unbezahlbar gewesen. So war ich also mal wieder Schnorcheln und natürlich war es wieder einfach nur traumhaft. Das Wasser hatte Ende November nur noch 23°C also hatte ich einen kurzen Neoprenanzug an. Beim Schnorcheln ist man ja etwa 45 min fast ohne sich zu bewegen im Wasser, da kühlt man recht schnell aus. Man paddelt nur hin und wieder mit den Armen oder macht mal ein paar Stöße mit den Beinen. Das Wasser war fast spiegelglatt! Unfassbar und das auf dem offenen Meer.
Sogar dort im tiefen Wasser, wo das Boot geankert hatte, konnte man bis auf den Grund schauen. Auch das Riff hat man sehr gut vom Boot aus gesehen, unter Wasser sieht das Ganze natürlich noch toller aus, mittendrin statt nur dabei.
Wir hatten diesmal auch einen perfekten Blick auf die Jesus-Statue. An einem Riff welches als Dry Rocks bezeichnet wird, wurde 1965 etwa 7.5 m unter Wasser eine Jesus Statue aufgestellt. Das ist ein sehr schönes Gefühl dort herum zu schnorcheln und Jesus von allen Seiten anzuschauen. Um ihn herum ist auch ein wunderschönes Riff mit vielen Korallen und farbenfrohen Fischen.
Das Foto habe ich aus dem Internet, Quelle: http://www.junkyardphoto.com/images/jesus.jpg. Ich hatte leider keine Unterwasserkamera dabei. Ich plane auch nicht mir eine zuzulegen. Da wäre ich dann nur damit beschäftigt das perfekte Foto zu schießen und könnte die Unterwasserwelt gar nicht so richtig genießen. Diesmal gab es eine Menge dieser kleinen durchsichtigen Rippenquallen. Erst wollte ich direkt wieder aus dem Wasser raus, nachdem ich mit den ersten 5 kollidiert bin, ich bin ja überhaupt kein Quallenfreund. Durch den Neoprenanzug habe ich aber gar nichts von ihnen gemerkt und dann waren sie gar nicht mehr so wild. Ich habe mir die schillernden Farben angeschaut, wenn die Quallen mit ihren kleinen Rippen geschlagen haben. 
Auch dieses Foto ist aus dem Internet, Quelle: http://www.aqua.org/~/media/Images/Animals/Jellyfish%20-%20Leidys%20Comb/animals-leidysjelly-slide1-web.jpg. 
Die Regenbogen farben sind übrigens keine Biolumineszenz sondern entstehen durch Lichtbrechung. Die Quallen waren so etwa 3-4 cm lang. Am dritten Riff wurden wir geradezu von riesigen Barakudas umzingelt. Ich bin so auf dem Riff umhergeschnorchelt und hab eigentlich nur nach unten auf die Korallen geschaut, da habe ich auf einmal bemerkt, dass ich fast mitten in einem großen Schwarm Barakudas war. Au weia! Die Fische haben mich sehr wütend mit ihren scharfen Zähnen angeschaut, ich als Eindringling in ihrem Schwarm. Es waren so etwa 15-20 Tiere, jeweils gut über einen Meter lang. Ich bin dann direkt in die andere Richtung geschwommen um dort auf einen zweiten Schwarm zu stoßen. Scheinbar haben die Barakudas gemerkt, dass ich Respekt vor ihnen hatte und sie wollten mich etwas ärgern und sind von beiden Seiten immer dichter auf mich zugekommen. Ich hab dann später auf dem Boot nochmal nachgefragt, ob sie Schnorchler wirklich nicht angreifen. Nein, tun sie nicht aber das ist wohl so wie bei Hunden. Wenn man Unsicherheit zeigt, springen sie darauf an. Zu meiner Rechtfertigung muss ich aber sagen, dass ich nicht als einzige die Hosen voll hatte. Sogar einigen Männern war auch nicht so ganz wohl dabei. Aufregend ist es aber trotzdem oder gerade deswegen. So ein kleines Bisschen Nervenkitzel macht die Sache unvergesslich.
Auch unvergesslich war die Delfin Begleitung auf dem Weg von der Inzel zum Riff. Drei Delfine haben die Bugwelle vom Schnorchelboot genossen und hatten sichtlich Spaß dabei die tollsten Sprünge zu landen.
Zum Glück hatte ich meine Camera dabei und hab das Ganze auf Video festgehalten und bei Youtube hochgeladen.
Hier habe ich noch ein paar Fotos von Key Largo. Ich habe sie vom Schnorchelboot aus geschossen. Vom Hafen in Key Largo fährt man durch ein Kanalsystem an ein paar atemberaubenden Häusern vorbei bis es dann aufs Meer raus geht. Das wäre ein Traum dort zu wohen aber das ist und bleibt unerreichbar und man kann das nur so auf sich wirken lassen.
Unfassbar ist auch wie klar dort das Wasser ist. Hach...
Natürlich haben diese Leute auch das passende Boot zum Haus.
 Ich frage mich, wie die Leute mit dem Golfkart dort hingekommen sind. Wenn das kein Privatgelände ist, was ich ja fast befürchte, muss ich das nächstes mal auch versuchen. So ein schönes Eckchen.
Das ist der Ausgang aufs spiegelglatte windstille offene Meer. Auf der linken Seite ist noch ein wunderschönes blassgrünes Haus.
Auch hier mit passender Yacht.

Dienstag, 10. Mai 2011

Jupiter

Vor etwa zwei Wochen war ich mit meiner gesamten Arbeitsgruppe auf dem Jupiter...nein Spaß - wir waren in Jupiter. Das ist ein Ort an der Südostküste von Florida in West Palm Beach. Dort befindet sich das Scripps Research Institute, wo wir eine Tagung besucht haben. In direkter Nähe gibt es auch ein Max Planck Institut.
Wir konnten uns auch alle sehr sehr gut vorstellen mal dort zu abeiten. Von dem Institut aus wären es nur 5 Minuten bis zum Strand. Von Orlando aus muss man jedoch mindestens eine knappe Stunde fahren. Nun ja, dafür hat Orlando noch ein paar andere Vorteile. Die Shopping und Party-Möglichkeiten sind besser und nicht umsonst hat Disney die Parks in Orlando, also mitten im Land und nicht direkt an der Küste gebaut. Florida liegt immerhin direkt in der Hurrican-Region und über Land verlieren diese zerstörerischen Riesensturngebiete bekanntermaßen an Kraft, da sie durch das warme Meerwasser mit Energie gespeist werden.
Bis jetzt war ich außer in Seaworld (Betriebsausflug von der Arbeit) noch in keinem der Parks. Das reizt mich irgendwie null. Wenn es noch etwas wärmer wird, werde ich wohl mal in einen Wasserpark gehen. Bis jetzt fahr ich lieber mit Freunden an den Strand, gehe Party machen oder wenn das Konto einigermaßen im Plus ist shoppen.
Nun aber erstmal ein paar Impressionen von Jupiter und Juno Beach. Das ist das Scripps Institut mit einer Antikörper-Proteinskulptur davor. Das ist echt ein architektonisch interessantes Gebäude mit schöner Gartenanlage.
Nach der Konferenz hatten wir noch etwas Zeit uns am Strand zu entspannen. Dieser Strand hat wunderschön klares türkiesblaues Wasser. Im Gegensatz zu den Stränden von New Smyrna oder Cocoa ist hier allerdings eine tiefe Stufe wenn es ins Wasser geht. Man steht dann direkt hüfttief im Wasser und mit den Wellen ist man dann schnell mal bis zum Kopf weg. Die Strömung war echt heftig an dem Tag, hat aber nichts am Badespaß geändert.
 Dadurch, dass die Brandungswellen so weit vorne am Land waren, war man auch dichter an den Surfern dran. Ich finde die sehr faszinierend. 
Es ist schwierig "den" Moment zu fotografieren, leider ein bisschen unscharf. 
Auf dem Weg zur Seebrücke ist mir eine intessante Schautafel aufgefallen. Sie zeigt die im Wasser möglichen unangenehmen Zeitgenossen (draufklicken für größere Schrift).
Die Tafel der Rettungsschwimmer zeigte dann die aktuelle Sachlage:
Wassertemperatur: 75°Fahrenheit = 23,9°C. Das ist doch schonmal nett. Nicht besonders nett: Es gibt tatsächlich Man-O-War! Mir waren Manowar bisher nur als diese reizenden Jungs bekannt:
(Quelle: http://albumelossless.files.wordpress.com/2011/03/manowar.jpg)
Gemeint ist aber Man-of-War, die Portugiesische Galeere, eine der fiesesten Quallen überhaupt. Mich hat zum Glück keine erwischt und gesehen hab ich auch keine, da wärs aber auch schon zu spät gewesen. 
(Quelle: http://www.allmystery.de/dateien/mt33891,1225443621,292px-Portuguese_Man-O-War_%28Physalia_physalis%29.jpg)
Zum Glück kommt die Portugiesische Galeere hauptsächlich in den Wintermonaten vor und die größte Gefahr sollte daher vorbei sein. Ganz sicher sein kann man aber nie. Ich hab jetzt immer ein Fläschchen Essig dabei, obwohl sich da auch die Meinungen teilen. Das Gift der Tentakeln ist etwa 75% so stark wie Kobragift. Das ist schon der Wahnsinn. Die Schwimmblase hat eine Größe von 9-30 cm und die Tentakeln können bis zu 50 m lang sein. Lidocaine Spray wird als Schmerzmittel empfohlen.

Später waren wir dann auf der Seebrücke. Von dort aus hatte man einen super Ausblick auf die Surfer.
Mal sehen, vielleicht lerne ich ja auch noch das Surfen. Ich hab jetzt zumindest schonmal ein Body-Surfboard. Ich hab es letztes Wochenende in New Smyrna ausprobiert und es geht wunderbar und macht riesig Spaß. Wenn man die Wellen optimal erwischt kann locker 30 m weit auf der weißen gebrochenen Welle reiten. Ich hab festgestellt, dass man sogar mit den Beinen lenken kann, um rumstehenden Menschen im Brandungsbereich auszuweichen. New Smyrna ist übrigens die "Hauptstadt der Haiangriffe". Man kann das auf Google nachlesen. Laut Discovery Channel gibt es weltweit (!) keinen Strand mit mehr Haiangriffen. Na dann Prost Mahlzeit! Und das wo ich New Smyrna zu "meinem" Strand erklärt habe. Die Haie scheinen einfach zu wissen, wie ein schöner Strand aussieht und dass es da immer lecker Surfer gibt. Ich find sie ja auch zum anbeißen ;).

Aktueller Wetterbericht:
Das Wetter ist nach wie vor unglaublich gut. Jeden Tag Sonne und so um die 33°C. Abends um 19 Uhr, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme sind noch immer angenehme 29°C. Da werfe ich mir dann noch fix den Bikini über und geh noch ne runde im Pool entspannen. Trotz der ganzen Gefahren die hier lauern,  ich mag noch gern ein Weilchen hierbleiben.

Montag, 21. Februar 2011

New Smyrna Beach

Gestern war ich zusammen mit einem Freund am New Smyrna Beach. Es war bestes Strandwetter: etwa 25°C und Sonne. Da wäre ich selbst am Pool wahnsinnig geworden. Es geht für mich nichts über einen Tag am echten Strand und nun gilt es für mich den optimalen Strand zu finden. New Smyrna Beach liegt an der Ostküste und somit am Atlantik. Im Vergleich zu Clearwater an der Westküste (Golf von Mexiko) sind hier natürlich heftige Wellen und ordentlich Strömung. Nach New Smyrna fährt man allerdings nur eine knappe Stunde im Gegensatz zu Clearwater mit gut 2 Stunden. Eine andere Kollegin fährt nach Cocoa Beach, den werde ich mir dann auch noch ansehen.
Hier als grober Überblick ein Teil von Florida. Orlando liegt mittig rechts. New Smyrna Beach hab ich mit blau gekennzeichnet und Clearwater liegt in der Nähe von Tampa, rot gekennzeichnet.
Karten: Google/Google Earth. Wie man auf dieser Karte sieht, liegt New Smyrna Beach südlich vom bekannten Daytona Beach. Cocoa liegt etwas südlich von Titusville fast auf gleicher Höhe wie Orlando. Die besten Meinungen hab ich aber von New Smyrna gehört, deswegen wollte ich zuerst dort hin fahren.
Der größte Unterschied zu deutschen Stränden ist wahrscheinlich, dass man hier mit den Autos auf dem Strandsand parken kann. Man bezahlt dafür eine Gebühr, wieviel weiß ich nicht, denn wir haben nicht auf dem Strandsand gepartk. Die Autos parken dann entlang der gesamten Küste. Jeder hat dann alles, was er braucht direkt neben sich. Sehr bequem, könnte man sich dran gewöhnen. Jetzt verstehe ich auch, warum viele Amerikaner Jeeps und SUVs mögen. Mit einem tiefergelegten Sportwagen würde man sich schnell mal im Strandsand festwühlen.

So sieht der Strand mit den Autos also aus. Sehr schöner feiner weißer Strandsand, türkiesblaues Wasser. Was will man mehr?! 

Das Wasser war noch sehr viel kälter als die Luft, ich würde sagen etwa 18°C, deswegen der Nebel.
Obwohl es fast windstill war sind dort große Wellen - Atlantik eben. Die Wellen kommen hier gar nicht so groß und kräftig rüber wie sie wirklich sind. Die Wellen waren etwa so hoch wie die Surfer, die auf ihnen ihren Spaß hatten. Ich würde niemals in den Brandungsbereich gehen. Im Bereich zwischen den Wellen, die sich direkt am Strand brechen und den großen Brandungswellen kann man allerdings gut baden. Hihi. Ja, ich war tatsächlich drin, komplett :), obwohl das Wasser recht kalt war, aber es sah so schön aus und es musste einfach sein. Die Strömung in dem Bereich ist aber echt heftig. Erst zieht es einen ins Wasser rein, dann drückt es einen aus dem Wasser raus und dann zieht es einen zur Seite. Für kleine Kinder ist das nix. Ich könnte mich aber durchaus damit arangieren ;).
Wir sind etwa 1 km am Strand entlang gelaufen und haben währenddesen 5 Quallen im Strandsand liegen gesehen.
Diese war etwa 10 cm groß. Es ist also damit zu rechnen, dass auch im Wasser ein paar umherschwimmen. Ich weiß nicht wie diese Art heißt aber ich habe gehört, dass es sehr schmerzt, wenn man mit ihnen in Berührung kommt. Nunja. Ich hatte schon immer eine Abneigung gegen Quallen und nun ist sie berechtigt. Ich hoffe, dass es immer nur ein paar bleiben und mir ein Zusammentreffen erspart bleibt.
Zum Abschluss ist hier noch ein Foto aus der "Ich-Perspektive", im Sand auf dem Handtuch liegend.
Abschließen kann ich sagen, dass mir der Stand sehr gut gefallen hat. Ich will dort auf jeden Fall wieder hin. Sehr lecker war auch das Mahi-Sandwich im Fish-House.