Labels

Mittwoch, 16. Februar 2011

Ein Gürteltier!

Ganz in der Nähe des Instituts hab ich heute am Straßenrand ein Gürteltier entdeckt! Wow! Ich bin total hin und weg sowas mal in freier Natur zu sehen. Meine Kollegin und ich sind ganz dicht rangegangen um ein Foto zu machen. Das Gürteltier hat sich davon gar nicht stören lassen, es hat einfach weiter nach Insekten gesucht. Es ist allerdings immer hin und her gelaufen. Zum Glück hatte ich mein Handy dabei. Das Tier war ohne Schwanz etwa 40 cm lang und hatte ganz niedliche Schnauze und hasenartige Ohren.
 Ich hab mal ein bisschen gegoogelt. Das ist ein Neunbinden-Gürteltier, eine Säugetierart verwandt mit Nasenbär und Faultier. Die Gürteltiere kommen nur auf dem amerkanischen Kontinent vor. Hauptsächlich in Süd- und Mittelamerika aber wie ich heute gesehen habe auch im Süden von Nordamerika.
Hier aus dem Internet ein besseres Foto mit Kopf.
(Quelle: http://www.google.com/imgres?imgurl=http://www.fotofestival-hannover.de/fileadmin/user_upload/Vortraege/guerteltier.jpg&imgrefurl=http://www.fotofestival-hannover.de/archiv2008.html&usg=__8TanDUJtSbsJpBgNKCkeHMepeHI=&h=352&w=525&sz=63&hl=de&start=42&sig2=1SxCM9nli10cXd4g4SGgoQ&zoom=1&tbnid=F-2EsAMn8TlgQM:&tbnh=115&tbnw=153&ei=fGxcTauJK4KB8gbej93PDQ&prev=/images%3Fq%3Dg%25C3%25BCrteltier%26um%3D1%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26sa%3DN%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26channel%3Ds%26biw%3D1024%26bih%3D388%26tbs%3Disch:10%2C1258&um=1&itbs=1&iact=hc&vpx=248&vpy=109&dur=2587&hovh=184&hovw=274&tx=227&ty=157&oei=TWxcTdPSIMaftweL6qWVCw&page=5&ndsp=11&ved=1t:429,r:6,s:42&biw=1024&bih=388)

Ich hoffe, dass ich noch viele andere Tiere hier entdecken kann. Hier laufen zB auch viele Großvögel einfach so in der Gegend herum. Mal sehen, ob ich die mal aufs Foto bekomme. Die Natur hier ist wirklich sehr faszinierend. Ich finde es besonders schön die Tiere in freier Natur und nicht im Zoo anzutreffen.

Sonntag, 6. Februar 2011

How is your English?

Heute will ich mal was zur Sprache erzählen. Mein Englisch ist soweit ganz OK, glaube ich. Ich hatte sieben Jahre Schulenglisch. Aktiv Englisch sprechen hab ich aber erst während meines Betriebspraktikums und eben mit ausländischen Kollegen gelernt. Allerdings hatte ich mich vorher nie wirklich mit Muttersprachlern unterhalten. Es ist schon ein Unterschied ob man sich mit jemandem unterhält für den Englisch genauso die zweite Sprache ist, oder eben mit einem Muttersprachler. Erstmal redet der andere Ausländer auch mit einem Akzent wie man selbst und er sucht auch hin und wieder mal nach einem Wort.
Ich komme hier aber ganz gut klar. Die meisten Leute hier im Institut sind auch Ausländer. Es gibt sehr viele Chinesen, Inder und eine ganz bunte Restmischung. Mit denen zu reden ist also sehr relaxt. Natürlich gibt es hier auch Muttersprachler. Früher hatte ich immer ein paar kleine Blockaden mit denen zu reden, weil sie ja jeden Fehler hören, wie peinlich! Zum Glück hab ich das nicht mehr. Ein guter Freund hier kommt aus New York und hat manchmal einen ziemlichen Slang, da muss ich dann hin und wieder nochmal nachfragen. Macht aber auch nix und hält mich auch nicht davon ab mit ihm zu reden.
Es heißt ja, dass wenn man in einem frenden Land ist, irgendwann in der neuen Sprache träumt. Vor ein paar Nächten ist es tatsächlich schon geschen, nach einem Monat also! Ich hab geträumt, dass ich meine Kollegin etwas frage, natürlich auf Englisch, auf Deutsch hätte sie mich ja nicht verstanden. Ich weiß nicht, ob das zählt. Mal abwarten, vielleicht träume ich ja noch wirklich auf Englisch.
Ich habe natürlich einen deutschen Akzent, ganz klar. Den werde ich wohl auch nie ganz loswerden aber ich habe vor ihn zu reduzieren. Als ich an der Information am Flughafen-Orlando nach dem Weg fragte, bekam ich eine Antwort auf Deutsch! Die Frau am Schalter war offensichtlich auch eine Deutsche. Damit hab ich dem Moment natürlich nicht gerechnet weil ich sowieso etwas verpeilt war. Man hört also noch deutlich wo ich herkomme. Na gut, so übel ist das ja auch nicht.
Ich gehe davon aus, dass sich das mit dem Akzent langsam legen sollte, sobald ich Fernseh gucke und sich dadurch die richtige Aussprache vertieft. Ich könnte ja momentan auch englisches Radio hören aber ich bevorzuge den Latino-Sender - quiero escuchar musica latina! Ich verbessere also momentan eher mein Spanisch *lol*.
So sieht übrigens mein Arbeitsplatz aus:

Und das sehe ich, wenn ich aus dem Fenster schaue, den Institutsparkplatz und einen Wald mit einem See dahinter.
Das Wetter hier hat sich noch nicht großartig verändert. Es ist mal sonnig und mal wolkig und es sind um 18°C. Letzte Woche waren aber tatsächlich mal 27°C und Sonne, das war schon super da bin ich dann erstmalig in den Wirlpool gesprungen. Jetzt ist aber grad wieder etwas kälter. Die Natur fängt aber schon an sich zu verändern. Die ersten Büsche bekommen kleine grüne Blätter und der Sumpf vor meinem Balkon wird auch deutlich güner.

Sonntag, 30. Januar 2011

SeaWorld Orlando

Gestern Abend waren sämtliche Mitarbeiter des Instituts im SeaWorld Orlando. Wir waren zum Makahiki Luau eingeladen, einer Veranstaltung mit polynesischer Lifemusik, Tanzperformances, Feuershow und einem Abendessen in typischer Pacific-Island-Küche. Vor dem Luau hatten wir kurz Zeit durch den Park zu laufen und uns die Wal-Show anzusehen.
Es war schon faszinierend sich diese großen Tiere anzusehen. Am schönsten fand ich die Sprünge. Ich bevorzuge allerdings sämtliche Tiere eher in freier Wildbahn und bin gar kein Fan von Tierparks und erst recht nicht von Dressur aber irgendwie müssen diese intelligenten Tiere ja beschäftigt werden, sonst werden sie noch verrückt vor lauter Langeweile in den kleinen Schwimmbecken.

Nachdem die recht kurze Show vorbei war, sind wir noch direkt ans Becken gegangen und haben uns die Wahle von nahem durch die Glasscheibe angeschaut.
Im Park sind auch ein paar Achterbahnen. Wir hatten zwar keine Zeit um mit einer zu fahren aber ich wäre sowieso nicht in sowas eingestiegen. Ich hab mir dann lieber die Flamingos angeschaut und nochmal genau auf die Farbe geachtet ;-).

Die Luau-Schow war dann ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe diese pazifische Trommelmusik und auch die Art und Weise zu Tanzen. Sie haben sowohl Hula, die eher langsamere Tanzvariante, als auch Tahitian, mit den schnellen Hüftbewegungen, gezeigt. Die Männer haben ihre kraftvollen Kriegstänze und eine Feuershow vorgeführt.



Ich möchte aber nicht nur anderen Leuten beim Tanzen zuschauen, sondern selber wieder so schnell wie möglich einen Tanzkurs anfangen. Ich brauche allerdings ein Auto um dort hinzukommen. Überhaupt brauche ich ein Auto noch für viele andere Sachen. Hoffentlich bekomme ich demnächst eins. Es sieht so aus als würde es vorwärts gehen, deswegen lerne ich jetzt unter Hochdruck das Fahrschulheft auswendig. Für den Führerschein muss ich eine schriftliche Prüfung ablegen.
Dafür muss ich mir dann nochmal genau dieses Inch - Feet - Miles - System angucken. Sämtliche Regeln halten sich ja an dieses und leider nicht an das gute alte metrische System. Heute hab ich zB gelesen, dass man nicht innerhalb von 30 feet (9,44 m) im Kreuzungsbereich parken darf. Oder wenn eine Mittelinsel mind. 5 feet (1,8288 m) breit ist, muss man nicht anhalten, wenn auf der anderen Fahrbahn in Gegenrichtung ein Schulbus hält. Die anderen Verkehrsregeln sind aber im großen und Ganzen soweit ich jetzt durch das Fahrschulheft durch bin genauso wie bei uns. Es gibt allerdings Straßenkreuzungen mit vier Stoppschildern, da müssen dann erstmal alle anhalten und wer zuerst kam, darf auch zuerst weiterfahren. Auch anders: Bei einer roten Ampel darf man rechts abbiegen (es sei denn, da ist ein Verbotsschild), man muss aber vorher an der Haltelinie anhalten und nach dem Verkehr schauen.

Sonntag, 23. Januar 2011

Eierpieks!

Ja einen Eierpieks brauche ich, hab ich grad festgestellt, als ich Eier kochen wollte. Sowas hat man normal immer zu Hause, packt man sich aber natürlich nicht in den Koffer wenn man auswandert. Nun hab ich die Eier mit einem spitzen Messer und einer Nadel bearbeitet. Ging auch.
Es wird hier davon abgeraten, mit dem Leitungswasser zu kochen. Daher benutze ich Mineralwasser um Nudeln oder Reis zu kochen. Das bekommt man beispielsweise in Galonen Kanistern. Eine Galone = 3,78 L. Die Eier kochen jetzt allerdings in Leitungswasser. Das sollte ja am Geschmack nichts ändern, ich hab ja nur ein kleines Loch reingepiekst.
Das ist so ein Wasserkanister mit ner ner normalgroßen Fantadose als Größenvergleich daneben. Man sieht auf dem Foto auch meinen Herd. Er ist elektrisch und hat so lustige Heizspiralen. Nach dem für uns etwas hirnrissigen amerikanischen Patent sind die Drehregler hinten angebracht. Man muss also über die heißen Platten rüberlangen um ihn zu bedienen. Ist aber ganz OK und man gewöhnt sich schnell dran.

Heute und gestern hab ich tatsächlich jeweils etwas 2 Stunden am Pool gelegen. Es war zwar kalt (max. 16 °C) aber in der Sonne trotzdem ganz gut auszuhalten - im Bikini - und das ich! Wer mich kennt, weiß was ich für eine Frostbeule bin. Heute sind mir so komische rote Stellen in einem Baum, den ich vom Balkon aus sehe, aufgefallen. Hier fliegen manchmal Vögel rum, die wirklich feuerwehrautorot sind. Für Vögel waren die roten Stellen aber zu unbewegt. Ich nehme mal an es sind frische? Blätter. Vielleicht grünt es hier ja schon Ende Januar. Ich werde das weiter beobachten.

Dienstag, 18. Januar 2011

Cowboystiefel, Sonne und Regen

Am Wochenende war ich shoppen. Das war auch äußerst notwendig, denn ich bin ja nur mit etwas mehr als 20 kg ausgewandert. Ich hatte also nur das Allernötigste an Klamotten und Schuhen dabei. Ich würde mich nicht unbedingt als Fashionista bezeichnen aber ich habe schon Spaß daran mich in einer Art Mischung aus dem was mir steht und den aktuellen Trends zu kleiden.
Allererste Priorität hatten langärmlige Oberteile wegen der Klimaanlage im Institut. Die ist aber lange nicht so schlimm wie befürchtet. Ein dünnes Polloverchen reicht völlig aus und wenn man hantiert im Prinzip auch ein T-Shirt. Ich hatte noch zu Hause in Deutschland die Befürchtung, ich würde wieder meine Fleecejacke brauchen. Dem ist aber zum Glück nicht so. Ganz unbedingt wollte ich Schuhe, am liebsten irgendwelche Stiefel, die zur Skinny Jeans oder Leggings tragbar sind. Im Instiut darf ich leider nur geschlossene Schuhe tragen. Solche in Florida zu finden ist gar nicht so einfach, selbst im Winter nicht! Zum Glück hab ich dann ein paar ganz nette cowboystiefelähnliche Schuhe gefunden. Ich bin ja schließlich in Amerika, da müssen es einfach Cowboystiefel sein. Ich will jetzt auch noch "Echte" haben wenn ich welche finde.
Shoppen ist ganz schön anstrengend. Die Florida-Mall ist so riesig, da kann man locker einen ganzen Tag zubringen. Am Sonntag stand dann entspannen auf dem Programm. Ich hab eine gute Weile am Pool gelegen. Es war in der Sonne richtig schön warm.
Das hatte ich eingentlich auch an meinem freien Montag vor aber das Floridawetter hatte da andere Pläne. Diese Wolkenformationen waren schon der Wahnsinn. Soetwas hab ich vorher noch nie gesehen.
Man könnte meinen der Himmel wäre geteilt. Wie vielleicht aufgefallen ist, bekommen meine Fotos ab jetzt das USA-Kristallprinzessin-Logo. Designtechnisch wäre da bei mir sicher mehr drin aber das tuts erstmal.

Freitag, 14. Januar 2011

Die erste richtige Arbeitswoche

Eigentlich gings ja schon in der letzten Woche am Dienstag los aber da war noch so viel organisatorisch zu klären und es gab auch diverse Einführungsveranstaltungen und Sicherheitsbelehrungen.
Diese Woche gings aber schon richtig zur Sache. Ich musste mich aber erstmal an die ganzen Geräte hier gewöhnen und immer rumfragen wo alles steht und so. Etwas nervig aber so ist das halt wenn man irgendwo neu anfängt. Es sind aber alle sehr hilfsbereit und nett und das Institut ist auch hervorragend ausgestattet.
In der Mittagspause hab ich es diese Woche auch ein paar mal geschafft mich draußen in die Sonne zu setzen. Ist schon herrlich - mitten im Januar und nur im Sweatshirt.
Inzwischen hab ich auch tatsächlich meine Social Security Number aber jetzt fehlt noch etwas Organisationskram und dann kann ich endlich ein Auto kaufen. Zum Glück hab ich eine Mitfahrgelegenheit, die mich ins Institut bringt und auch wieder zurück. Viele Mitarbeiter wohnen in der selben Wohnanlage wie ich. Demnächst werde ich vielleicht sogar mal am Wochenende nach Orlando Downtown kommen und ein bisschen Club-Hopping machen. Dieses Wochenende aber noch nicht, ich muss noch etwas ausspannen. Die letzen Monate waren einfach viel zu anstrengend. Morgen fahre ich zusammen mit der Kollegin, die mich sonst ins Institut bringt in die Florida-Mall. Mal sehen, ob ich was Nettes bekomme. Ich brauche unbedingt Schuhe!
Hier ist mein Duschschlauch mit Handbrause, standardmäßig gibts hier in den USA im Allgemeinen nur die Deckenbrause. Ich kann aber auf eine Handbrause schlecht verzichten. Daher - danke Papa!

Das hier ist meine "Badheizung" *lol*. Im Moment ist mir das noch recht, weil es ja Winter ist. Hier sind tagsüber momentan etwa 16°C aber nachts bei sternenklarem Himmel gehts runter bis auf 1°C oder teilweise sogar leicht unter Null. Wenn es allerdings im März wieder wärmer wird, werde ich mir wohl ein paar Energiesparbirnen zulegen. Das sind sicher mindestens jeweils 60 Watt, wenn nicht sogar 100 Watt!
Mal sehen wie das Wochenende so wird. Es soll Richtung 20°C gehen. Ich möchte meine noble Blässe endlich loswerden!
Ach ja, fast vergessen. Ich habe jetzt sogar einen Fernseher - Gracias Louis! Ein netter Kollege hat mir den vorbeigebracht und bis in den 2. Stock getragen. Kabelfernsehen hab ich aber noch nicht, das sowie Telefon und Internet besorge ich mir erst, wenn ich ein Auto hab.
Und sonst noch: Ich hab mir im DelSol-Shop am Orlando-Airport (http://www.delsol.com/eSource/ecom/eSource/default/default.aspx?custom_storeid=) einen netten Stoffbeutel gekauft. Wenn UV-Licht (also Sonnenlicht) auf den Aufdruck scheint, wächselt die Farbe von weiß zu bunt. Finde ich sehr schön. Da gibts auch sehr schöne Klamotten und sogar Nagellack! In den Laden gehe ich sicher noch einmal.

Dienstag, 4. Januar 2011

Eine Sitzgruppe

Langsam Stück für Stück bekommt meine Wohnung ein paar Möbel. Ich habe nun eine Sitzgruppe und die Erstausstattung an Geschirr und Kochutensilien.
So sah das erste selbstgekochete Essen in den USA aus, da hatte ich die Sitzgruppe noch nicht und wir mussten auf dem Boden essen. Lecker wars aber trotzdem.
Im Ikea hab ich tatsächlich eine bezahlbare Sitzgruppe bekommen, die einigermaßen OK aussieht. Das ist meine Küche mit dem Essbereich daneben.
Das Wohnzimmer ist noch komplett leer und ein Auto hab ich auch leider noch nicht. Dafür hab ich aber ein Fahrrad. Bis ich meine Social Scurity Number hab muss das reichen.

Um den Pool herum laufen einige kleine Geckos - süüüüüüß. Ich warte aber noch auf den großen Aligator. Eine Mitarbeiterin meinte, sie ihr wäre sogar mal einer auf dem Institutsparkplatz begegnet.