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Mittwoch, 13. Februar 2013

Bolivar Peninsula

So langsam geht hier jetzt der Winter vorbei, die Bäume grünen schon wieder und die Tage werden merklich länger. Das heißt die Vorbereitungen für den Sommer - die Hurricane Saison - beginnen wieder. Auf Arbeit diskutieren wir schon jetzt darüber wie wir am besten unsere etwa 50 Terrabyte an wissenschaftlichen Computerdaten in Sicherheit bringen falls ein Hurricane droht. Eigentlich bräuchten wir ein Backup-System auf dem Festland, das ist aber im Moment unbezahlbar, also wird es wohl darauf hinauslaufen, dass wir im Notfall kurzerhand die Festplatten rausschrauben, in den Kofferraum legen, und evakuieren.
Ich habe in diesem Post Stelzenhäuser schon ein bisschen über die Hurricane Problematik berichtet, die Schäden und dass aus diesem Grund alle Häuser auf Stelzen gebaut werden. Hier ist ein Foto von Hurricane Ike von 2008.
Quelle: http://www.econbrowser.com/archives/2008/09/ike_pic.jpg

Der letzte Sommer war für uns sehr ruhig. Das lag wohl zum Teil daran, dass wir ein El Nino Jahr hatten. El Nino ist ein globales Wetterphänomen, wiki: El Nino. Wir hoffen natürlich alle dass dieses Jahr auch ruhig wird aber man sollte sich trotzdem so gut wie möglich vorbereiten. Ich habe im letzten Post auch dieses Bild gezeigt:
Quelle: http://traincarhobbies.com/Images_Misc/Hurricane%20IKE%202008%20Bolivar%20Peninsula00.jpg
Mich hat besonders beeindruckt, dass ein einziges Haus dem fürchterlichen Hurricane Ike 2008 standgehalten hat und ich wollte nachschauen wie es dort heutzutage aussieht und ob man dort inzwichen wieder neue Häuser gebaut hat. Bolivar ist die Nachbar Halbinsel von Galveston und man kann einfach mit der Fähre im Auto innerhalb von 10 min übersetzen. 
Das ist eine wirklich schöne Ausflugsfahrt und man sieht immer Delfine, total toll! Nach einer Weile sind wir dann auch an der Stelle angekommen. Dieser Teil der Halbinsel ist besonders empfindlich, da das Land so schmal ist.
Hier sieht man es auf einem Foto, das ich vom Flugzeug aus geschossen habe:
 Durch die leichte Bewölkung ist es etwas schwierig zu sehen aber es wurden dort tatsächlich wieder einige neue Häuser gebaut. Wir haben dann das eine alte Haus, was überlebt hat, gefunden.
Das ist es. Es strahlt auch irgendwie eine besondere Stärke und Überlebenskraft aus, wie ein Fels in der Brandung. Die Bewohner haben es inzwischen scheinbar noch außenherum verstärkt. Die Vogelhäuser sind ja auch ganz herzallerliebst.
Wir haben aber auch noch ein paar Überbleibsel der zerstörten Häuser gefunden. Auf Galveston sieht man sowas gar nicht mehr. Das ist schon übel, ob wohl dieses Haus offensichtlich auf Stelzen gebaut war, wurde es trotzdem einfach weggespült.
Das Haus daneben ist wohl ein Neubau. Die Selzen sind wirklich ganz besonders hoch.
Auf Bolivar gibt es übrigens auch eine ganze Schule auf Stelzen:

Sehr praktisch: Die Fläche unter der Schule wird als Parkplatz genuzt. Schattenparken für alle! Wir waren übrigens an einem Sonntag dort, deswegen ist alles so leer.
Diesen Kollegen habe ich im September an meinem Lieblingsstrand getroffen. Die Sandkrabbe hatte sich von hinten langsam aber sicher an mich herangepirscht. Bald sollte es wieder warm genug für den Strand sein. Ich freue mich schon.

Freitag, 8. Februar 2013

Christmas Lights

Weihnachten ist ja nun auch schon ein bisschen her aber ich bin leider vorher noch nicht dazu gekommen diese tollen Fotos zu sortieren und hochzuladen. Ich habe zusammen mit meinen Freunden in Orlando in Florida Weihnachten gefeiert. Es war wirklich sehr schön und ich weiß nun, dass ich definitiv weder Kält noch Schnee brauche um in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Es ist eher das Gefühl, wenn man zusammen mit Freunden und Famile ein schönes Fest vorbereitet, man das Haus schmückt, Essen zubereitet, den Tisch schön deckt und dabei Weihnachtsmusik hört. Eine Sache ist allerdings ganz ganz wichtig und die wird hier in den USA dank günstiger Strompreise auch bis ins Extrem celebriert und hier ist mehr definitiv auch mehr: Weihnachtsbeleuchtung!!!
An dem Abend war es angenehm warm und ich habe einen Spaziergang durch die Nachbarschaft gemacht und Fotos geschossen. Ich liebe ja Light Motion Bilder und zu Weihnachten drängen sich mir die Motive quasi auf. Ich habe hier die besten der chaotischen Lichtkunstwerke ausgewählt.
In direkter Nachbarschaft meiner Freunde, also so etwa 5 Häuser die Straße runter hat ein Nachbar eine unfassbar geile Light-Soundshow aus seinem Haus gemacht! Die Beleuchtung hat mit der Musik getanzt, die über Lautsprecher und über eine Radiofrequenz in der Nähe des Hauses übertragen wurde. Ich war schon am Vorweihnachtsaben ein paar mal mit meinen Freunden dort und wir wollten gar nicht mehr weg aber während der Feier und mit ein-zwei Gläsern Wein intus hat die Lichtsoundshow richtig geknallt! Es sind ein paar Videos von dem Haus auf Youtube, hier ist eines meiner Lieblingslieder:
Wir sind dann zusammen mit dem Auto noch durch die größere Nachbarschaft gefahren und haben die ganzen geschmückten Häuser bewundert und Fotos gemacht.

Das letzte Foto zeigt übrigens das Haus meiner Freunde mit zugegebenermaßen für amerikanische Verhältnisse bescheidener Weihnachtsbeleuchtung, für nächstes Jahr muss da auf jeden Fall ein Upgrade her.

Dienstag, 29. Januar 2013

Bailando Salsa

Ich bin gerade dabei ein neues Bild zu malen. Ich will versuchen eine meine größten Leidenschaften aufs Papier zu bringen und die Stimmung dabei rüberzubringen. Bailando Salsa ist spanisch heißt soviel wie Salsa tanzen. Am besten geht das natürlich mit authentischer Life-Band, dicht am Strand und in der Nähe einer Bar. Als musikalische Untermalung kann man sich zum Beispiel Marc Anthony mit Aguanile denken.

Hier kommt erstmal die Skizze. Die Idee dafür hatte ich schon sehr lange aber die Umsetzung ist schwierig, es nicht so einfach so eine lebhafte Szene zweidimensional darzustellen.


Heute habe ich dann angefangen, das Ganze mit Farbe zu füllen. Ich habe keinerlei Vorlage dafür, die Szene entsprang komplett meiner Vorstellung, jedenfalls die Komposition. Für die Tänzer und die Bänd habe ich mir ein paar Beispiele angeschaut aber so zusammengesetzt existierte es nirgendwo. 
Nun ja, nun sieht es erstmal so aus. Bei den ersten Strichen denke ich immer erstmal, ich hätte es versaut aber da heißt es dann dranbleiben und weitermachen. Mal gucken wie ich dann im Vordergrund weitermache und ob ich den Hintergrund noch anpasse. Bei seinem Arm ist mir etwas rote Farbe ausgerutscht, das soll natürlich nicht so aber da kommt ja auch noch andere Farbe drüber.


Dienstag, 15. Januar 2013

Key Largo, Florida Keys

Ich habe noch so viel von meiner inzwischen Vorletzten Reise nach Florida zu erzählen. Ende November 2012 war ich mal wieder im Süden Floridas und habe zwei Tage davon auf Key Largo verbracht. Die ersten Fotos dieser Reise habe ich schon im Eintrag Ein grüner Iguana gezeigt. Hier kommt nun also der zweite Teil. Ich weiß gar nicht womit ich anfangen soll. Ich habe so viele traumhafte Bilder. Hier in Galveston ist es jetzt auch kalt und grau. Da ist der Kontrast zu den Key Largo Fotos besonders extrem. Im Sommer ist der Unterschied zu Galveston gar nicht so groß, so heißen: eigentlich ist es hier auch ganz nett aber nach wie vor fehlt das türkiesblaue klare Wasser. Das habe ich auf und um Key Largo reichlich genossen. Eigentlich wollte ich ja meine erste Taucherfahrung machen, aber da kam leider keine größere Gruppe zusammen und wenn ich den Lehrer nur für mich allein gebucht hätte, wäre das unbezahlbar gewesen. So war ich also mal wieder Schnorcheln und natürlich war es wieder einfach nur traumhaft. Das Wasser hatte Ende November nur noch 23°C also hatte ich einen kurzen Neoprenanzug an. Beim Schnorcheln ist man ja etwa 45 min fast ohne sich zu bewegen im Wasser, da kühlt man recht schnell aus. Man paddelt nur hin und wieder mit den Armen oder macht mal ein paar Stöße mit den Beinen. Das Wasser war fast spiegelglatt! Unfassbar und das auf dem offenen Meer.
Sogar dort im tiefen Wasser, wo das Boot geankert hatte, konnte man bis auf den Grund schauen. Auch das Riff hat man sehr gut vom Boot aus gesehen, unter Wasser sieht das Ganze natürlich noch toller aus, mittendrin statt nur dabei.
Wir hatten diesmal auch einen perfekten Blick auf die Jesus-Statue. An einem Riff welches als Dry Rocks bezeichnet wird, wurde 1965 etwa 7.5 m unter Wasser eine Jesus Statue aufgestellt. Das ist ein sehr schönes Gefühl dort herum zu schnorcheln und Jesus von allen Seiten anzuschauen. Um ihn herum ist auch ein wunderschönes Riff mit vielen Korallen und farbenfrohen Fischen.
Das Foto habe ich aus dem Internet, Quelle: http://www.junkyardphoto.com/images/jesus.jpg. Ich hatte leider keine Unterwasserkamera dabei. Ich plane auch nicht mir eine zuzulegen. Da wäre ich dann nur damit beschäftigt das perfekte Foto zu schießen und könnte die Unterwasserwelt gar nicht so richtig genießen. Diesmal gab es eine Menge dieser kleinen durchsichtigen Rippenquallen. Erst wollte ich direkt wieder aus dem Wasser raus, nachdem ich mit den ersten 5 kollidiert bin, ich bin ja überhaupt kein Quallenfreund. Durch den Neoprenanzug habe ich aber gar nichts von ihnen gemerkt und dann waren sie gar nicht mehr so wild. Ich habe mir die schillernden Farben angeschaut, wenn die Quallen mit ihren kleinen Rippen geschlagen haben. 
Auch dieses Foto ist aus dem Internet, Quelle: http://www.aqua.org/~/media/Images/Animals/Jellyfish%20-%20Leidys%20Comb/animals-leidysjelly-slide1-web.jpg. 
Die Regenbogen farben sind übrigens keine Biolumineszenz sondern entstehen durch Lichtbrechung. Die Quallen waren so etwa 3-4 cm lang. Am dritten Riff wurden wir geradezu von riesigen Barakudas umzingelt. Ich bin so auf dem Riff umhergeschnorchelt und hab eigentlich nur nach unten auf die Korallen geschaut, da habe ich auf einmal bemerkt, dass ich fast mitten in einem großen Schwarm Barakudas war. Au weia! Die Fische haben mich sehr wütend mit ihren scharfen Zähnen angeschaut, ich als Eindringling in ihrem Schwarm. Es waren so etwa 15-20 Tiere, jeweils gut über einen Meter lang. Ich bin dann direkt in die andere Richtung geschwommen um dort auf einen zweiten Schwarm zu stoßen. Scheinbar haben die Barakudas gemerkt, dass ich Respekt vor ihnen hatte und sie wollten mich etwas ärgern und sind von beiden Seiten immer dichter auf mich zugekommen. Ich hab dann später auf dem Boot nochmal nachgefragt, ob sie Schnorchler wirklich nicht angreifen. Nein, tun sie nicht aber das ist wohl so wie bei Hunden. Wenn man Unsicherheit zeigt, springen sie darauf an. Zu meiner Rechtfertigung muss ich aber sagen, dass ich nicht als einzige die Hosen voll hatte. Sogar einigen Männern war auch nicht so ganz wohl dabei. Aufregend ist es aber trotzdem oder gerade deswegen. So ein kleines Bisschen Nervenkitzel macht die Sache unvergesslich.
Auch unvergesslich war die Delfin Begleitung auf dem Weg von der Inzel zum Riff. Drei Delfine haben die Bugwelle vom Schnorchelboot genossen und hatten sichtlich Spaß dabei die tollsten Sprünge zu landen.
Zum Glück hatte ich meine Camera dabei und hab das Ganze auf Video festgehalten und bei Youtube hochgeladen.
Hier habe ich noch ein paar Fotos von Key Largo. Ich habe sie vom Schnorchelboot aus geschossen. Vom Hafen in Key Largo fährt man durch ein Kanalsystem an ein paar atemberaubenden Häusern vorbei bis es dann aufs Meer raus geht. Das wäre ein Traum dort zu wohen aber das ist und bleibt unerreichbar und man kann das nur so auf sich wirken lassen.
Unfassbar ist auch wie klar dort das Wasser ist. Hach...
Natürlich haben diese Leute auch das passende Boot zum Haus.
 Ich frage mich, wie die Leute mit dem Golfkart dort hingekommen sind. Wenn das kein Privatgelände ist, was ich ja fast befürchte, muss ich das nächstes mal auch versuchen. So ein schönes Eckchen.
Das ist der Ausgang aufs spiegelglatte windstille offene Meer. Auf der linken Seite ist noch ein wunderschönes blassgrünes Haus.
Auch hier mit passender Yacht.

Montag, 17. Dezember 2012

Palmen auf den Keys

Das erste Übungsbild aus der Reihe tropscher Motive ist fertig. Ich bin ganz zufrieden. Es ist Acryl auf A4. Ich habe schon wieder so viele neue Ideen, über die Weihnachtsfeiertage sollte ich eigentlich auch Zeit haben einige davon umzusetzen. Mal sehen, vielleicht mache ich als nächstes etwas unter Wasser. Außerdem schwebt mir noch was mit Hispanic Band und Tänzern vor. Das ist allerdings wieder sehr anspruchsvoll, da muss ich mich wohl auch langsam annähren.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Wohnstyle - Update

In meiner Wohnung haben sich in der Zwischenzeit ein paar Dinge verändert. Meinen Wohnstil würde ich als klassisch reduziert mit tropischem Einfluss beschreiben. Haha, was heißt das? Ich habe alles in Naturtönen und kann nach belieben mit Dekokrams das Ganze immer wieder umgestalten. Soviel Deko habe ich allerdings (noch) nicht, ich mag es nicht, wenn es überladen wird. Außerdem muss man das alles wieder einpacken und mitnehmen, falls ich in naher Zukunft nochmal umziehen sollte. Und da meine Situation hier noch immer nicht beständig ist, schaffe ich mir auch nur die nötigsten Dinge an.
Nötige Anschaffung waren dann doch: ein Flachbildfernseher und ein Fernseherunterschrank.
Man sieht in der Ecke auch meinen süßen kleinen Tannenbaum. Ganz rechts außen sieht man außerdem was noch hinzugekommen ist: Ich habe ein Gästebett und kann nun somit bei Bedarf bis zu drei Gäste unterbringen. Hier noch mal aus einem anderem Blickwinkel.
Es fügt sich eigentlich ganz gut in die Sitzlandschaft mit ein. Hier sieht man auch mal wieder meinen traumhaften Ausblick. Ich genieße ihn jeden Tag.
Dann ein Blick ins Schlafzimmer, ich habe neues Bettzeug, was schon den ersten Waschgang in meiner Folter-Quirl Waschmaschine überlebt hat.
So sehen hier die normalen amerikanischen Waschmaschinen aus. Die gehen nicht gerade zimperlich mit zarten Shirts um. Zum Glück sind Klamotten hier nicht so teuer, da kann man sich schnell mal ein neues Teil leisten. Ärgerlich ist es allerdings wenn ausgesprochene Lieblingsteile zerbröselt werden. Da heißt es dann Abschied nehmen.
Ich schweife ab... Im Schlafzimmer hab ich drei meiner Bilder Bettkopfteilförmig aufgehängt und habe nun erstmal kein Bedürfnis mehr ein Kopfteil zu kaufen.
 Hier sieht man dann auch zwei wirklich tropische Elemente in meiner Wohnung: der Deckenventilator und die Bananenpflanzen vor dem Fenster. Gegenüber vom Bett habe ich inzwischen eine Florida-Wand gestaltet. Ich habe von einer Kollegin eine supertolle Florida-Landkarte im klassischen Stil geschenkt bekommen.
Links davon hängt ein Kunstbrettchen mit dem Schriftzug Key Largo, einer meiner Lieblingsinseln der Florida Keys und rechts von der Florida Karte hängt mein Florida-Autokennzeichen. Es spiegelt den Blitz von der Camera. Jetzt noch schnell ein Blick ins Bad, ich habe mir einheitliche Lotion und Waschgelspender zugelegt. Dadurch wirkt das Bad aufgeräumter und harmonischer.
Ich habe auch mal wieder ein paar Fashion-Shots gemacht, diesmal am Abend. Ich bin mit dem Licht noch immer nicht so recht zufrieden aber das muss erstmal so gehen. Zwei meiner Partykleider und ein normales Arbeitsoutfit. Das schwarze Kleid ist aus Ross, das Rote aus einem Shop in Miami, Tasche DNKY.
Interessant sind hier vielleicht die Ballerinas von Tahari und meine Michael Kors Handtasche. Im nächsten Post erzähle und zeige ich dann wieder etwas von meiner letzten Reise nach Miami und Florida Keys.

Montag, 3. Dezember 2012

Ein grüner Iguana!

Mittlerweile bin ich schon wieder seit einer Woche zurück von Miami und den Keys. Das war nun mein zweiter Besuch in Florida seitdem ich nach Texas umgezogen bin. Es war wieder mal unfassbar toll und erinnert mich immer wieder daran, dass es mein erklärter Plan ist, irgendwann mal wieder dort zu wohnen und zu arbeiten. Ich habe 41 Fotos vom 4-Tage Trip ausgewählt, gemacht habe ich fast 300! Ich werde die also auf wahrscheinlich drei Einträge verteilen.
Am ersten Tag in Miami war es etwas frisch. Manchmal gibt es in den USA so seltsame Wetterlagen, da weht ein trockener eiskalter Wind direkt aus dem Norden Kanadas. Und da es keine schützenden Gebirge gibt, weht dieser Wind über den gesamten Kontinent bis zum südlichsten Zipfel von Florida. Hier in Galveston gibt es diesen Wind auch. Da haben wir dann jetzt im Herbst/Winter für etwa 2-3 Tage so um die 15°C aber sobald der Wind wieder auf Süden dreht, ist es wieder warm, etwa 25°C. Ich hatte meinen guten Freund dann gefragt, ob er ein gemütliches windgeschütztes Plätzchen wüsste. Daraufhin durfte ich dann einen Tag auf seinem neuen Gehöft verbringen und ordentlich in der Sonne brutzeln.
Screenshot Google Maps, der Südzipfel von Florida. Mit den bunten Pfeilen hab ich meine Stationen markiert. Mein Hotel ist in Homestead, da ist es deutlich günstiger als in Miami oder Key Largo und außerdem ist es ziemlich fast genau mittig, was sehr praktisch ist. Am Strand war ich in Miami (gelber Pfeil). Zum Schnorcheln fahre ich nach Key Largo, wo auch mein Kumpel wohnt (grüner Pfeil). Er wohnt auf der geschützteren Buchtseite. Zum Schnorcheln fahren wir mit dem Boot zu einem vorgelagerten Riff (orangener Pfeil). Bei meiner ersten Reise auf die Keys bin ich mit ein paar Freunden bis zum Ende der Keys (Key West) gefahren. Das kann man hier nachlesen Florida Keys 2011. Damals waren wir auch im berühmten Everglades Nationalpark, das ist die große grünbraune Fläche links von Kendall und Homestead. Dort gibt es sehr viele wilde Aligatoren.
Ich hatte also das Glück auf dem Grundstück meines Kumpels zu relaxen während er arbeitete. Das ist eine wunderschöne Ecke und dort war es dann auch gut warm. Ich hab natürlich ein paar Fotos geschossen.
 Das Wasser was man dort sieht ist Teil eines Kanalsystems, was direkt zur Bucht führt. Im Wasser direkt vor dem Haus waren mindestens drei Manatees (auf deutsch Rundschwanzseekuh), die immer mal wieder zum Luft holen an die Wasseroberfläche kamen, etwa alle 4 Minuten. Ich hab mal aus Spaß die Zeit gestoppt, hatte gerade nix Anderes zu tun... Diese Tiere sind heimisch in Florida und können bis zu 4 m lang und 500 kg schwer werden. Hier habe ich ein Foto von einer meiner vorherigen Reisen.
Das Wasser in der Bucht von Florida ist noch immer sehr salzig, diese Seekühe sind aber an Süßwasser gewöhnt, deswegen halten sie sich in den Kanälen und gern neben Booten auf, die oftmals Süßwasser ablassen. Ich konnte beobachten wie ein Mann vom Haus gegenüber ein Manateebaby getränkt hat. Er hatte einfach einen Wasserschlauch ins Wasser gehalten und aufgedreht. Das Baby hat richtig seinen Kopf aus dem Wasser gestreckt und wie an einem Strohhalm vom Wasser getrunken. Zu gern hätte ich ein Foto davon geschossen, das kam mir allerdings doch etwas dreißt und gafferisch vor. Ich hab es mir aber nicht nehmen lassen davon eine Skizze zu machen. Ich hoffe ich finde die Zeit das mal in ein Bild umzusetzen.

 Und dann hatte ich plötzlich eine der besten Begegnungen, ich kam gerade aus dem Haus, hatte Sonnencreme nachgeschmiert, da sehe ich auf seinem Gehöft eine riesige Echse! So eine große farbenprächtige Echse hatte ich vorher noch nie in freiher Wildbahn gesehen. Unfassbar. Ich konnte fast nicht glauben was ich da sah. Später stellte sich heraus, dass es ein grünes Iguana-Männchen war. Ich schätze so etwa 1,20 m lang. Als er mich sah, ist er natürlich sofort abgehauen. Schade eigentlich. Ich direkt die Camera geschnappt und hinterher. 
Mit dem Maschendrahtzaun hat man einen guten Größenvergleich. Im Schatten leuchten die Farben nicht so toll. Ich hatte aber Glück, dass er auf dem Nachbargrundstück kurz für mich in der Sonne posiert hat.
Man könnte fast meinen er grinst ein bisschen, haha. Ich hatte dann meine Freunde dort befragt, ob diese Echsen dort wirklich frei rumlaufen oder ob es ein entlaufendes Haustier war. Dafür sah er aber sehr gut genährt und gesund aus. Sie meinten daraufhin, es würde dort sehr viele Grüne Iguanas geben aber eigentlich sind diese Echsen invasiv, d.h. sie gehören eigentlich nicht in die Gegend, heimisch sind die etwas kleineren giftgrünen Iguanas. Die großen Grünen Iguanas kommen aus Mexiko und der Karibik und verbreiten sich nun relativ unkontrolliert im Süden Floridas. Nun ja, gut oder nicht gut - hin oder her, ich war trotzdem begeistert mal so ein farbenprächtiges Tier von so dicht dran und nicht im Zoo sehen zu können.
Die gesamte Reise war für mich sehr inspirierend. Ich hatte mir die Zeit genommen die ganzen Farben der Natur auf mich wirken zu lassen.
Mein Traum ist es irgendwann mal ein tropisches Wandbild zu malen. Das ist erstmal sehr überwältigend und überfordert mich eigentlich. Ich habe vor langsam an die Sache heranzugehen und erstmal die Einzelteile zu üben. Ich werde jetzt nach und nach die einzelnen Pflanzen studieren und sie irgendwann zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Wahrscheinlich etwa in diesem Stil:
Dieses Gemälde ist nicht von mir. Ich habe es in einem Touristenladen in Key Largo entdeckt. Ich finde es wunderschön.
Ich habe mir vorgenommen mit den Palmen zu beginnen. Hier noch ein paar weitere Fotos als Inspiration.
Das kleine Auto war übrigens mein Mietwagen! Ein Fiat 500, war ich schockiert und überrascht so ein Miniauto in den USA zu finden. Gut, ich hatte den günstigsten Economywagen reserviert, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet. 
Hier ist meine erste Skizze für die Reihe tropischer Pflanzen und Tiere: die Palmen. Ist noch nicht ganz fertig.